Brennender Berg Dudweiler

Der "Brennende Berg" ist weit über Dudweiler hinaus bekannt. Kein Geringerer als "Johann Wolfgang von Goethe" hat im 10. Buch seines Werkes "Dichtung und Wahrheit" darüber berichtet. Er besuchte Dudweiler vom 27.6.1770 bis 29.6.1770 und war fasziniert von diesem einmaligen Naturphänomen und der industriellen Nutzung des Gebietes um den Brennenden Berg (Bergbau und Alaungewinnung). Im Jahre 1668 soll sich nach der Überlieferung ein Hirtenfeuer in einen Kohleflöz gefressen und einen unterirdischen Schwelbrand ausgelöst haben.

Überzeugender ist allerdings die Auffassung, dass es sich um eine Selbstentzündung des Brandes gehandelt hat, weil es sich bei der Kohle in dem betroffenen Flöz um hochentflammbare Kohle handelte. Durch die Ausdehnung des Haldenbrandes auf das dort zutage tretende Hauptflöz der Landgrube (später Flöz Blücher genannt) zog sich der unterirdische Brand von der Dudweiler Seite während eines Zeitraumes von hundert Jahren über den Berg in Richtung Neuweiler. Durch die entstandene Hitze wurde das darüber gelegene Schiefergestein einem natürliches Röstprozess unterzogen und es entstand Alaun. (Text wurde dem Straßenlexikon, Dudweiler - Herrensohr - Jägersfreude der Dudweiler Geschichtswerkstatt entnommen).

Mehr als dreihundert Jahre war die Hitze zu spüren und der Qualm zu sehen. Aber seit einigen Jahren merkt man fast nichts mehr von dem unterirdischen Brand. Angeblich soll man an sehr kalten und feuchten Tagen noch etwas davon spüren.

Wanderkarte: Rundweg um den Brennenden Berg